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Krankenhaus führt neue Therapieform ein - Millionenbetrag investiert

Etwa jeden zehnten Schlaganfall-Patienten wird Neuroradiologe Dr. med. Jörg Larsen zusammen mit der Neurologie mit der neuen Therapieform, der Thrombektomie, behandeln. Foto: Thorsten Eckert

Im HELIOS Klinikum Uelzen können Patienten mit schweren Schlaganfällen ab sofort mit einer neuen Therapie behandelt werden. Als erstes Krankenhaus in der Region bietet es die sogenannte Thrombektomie an. Dabei wird das für den Schlaganfall ursächliche Blutgerinnsel mit einem sehr kleinen Kunststoffschlauch (Katheter) aus dem verschlossenen Hirngefäß gezogen. Mit dem Verfahren führt das Uelzener Klinikum die modernste Form der Schlaganfallbehandlung ein. Bisher war bei Schlaganfällen die Therapie mit „Gerinnsel auflösenden Medikamenten“ die Behandlung der Wahl.

Vor gut zwei Jahren revolutionierte die Thrombektomie die Schlaganfallbehandlung. "Mehrere internationale wissenschaftliche Studien belegen, dass mit dieser Behandlungsmethode deutlich bessere Therapieergebnisse erzielt werden", erklärt Dr. Ulrike Heesemann, Chefärztin der Neurologie und Ärztliche Direktorin im HELIOS Klinikum Uelzen. "Deutlich mehr Patienten überlebten einen schweren Schlaganfall, weil sie mit der Kathetertechnik behandelt wurden. Viele von Ihnen fanden ohne wesentliche Einschränkungen den Weg zurück in ein normales Leben."

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Nachdem diese Studien vorlagen, stellte das Uelzener Klinikum die Weichen, um diese neue Therapieform einzuführen.

"Mit dieser Entscheidung stärken wir unsere neurologische Abteilung, die zu den größten Niedersachsens gehört und deren Einzugsgebiet weit über die Grenzen des Landkreises Uelzen hinausgeht", unterstreicht Klinikgeschäftsführer Stefan Starke. "Zu den Schwerpunkten der Abteilung gehört die Schlaganfallbehandlung. Uns ist wichtig, dass wir den Menschen in der Region hier die bestmögliche und vor allem eine schnelle Versorgung bieten können."

Um die neue Behandlungsmethode einführen zu können, investierte das HELIOS Klinikum Uelzen in den vergangenen Monaten rund anderthalb Millionen Euro. Das Krankenhaus schaffte moderne neuroradiologische Geräte an, die die Gefäße, Gefäßverschlüsse sowie Blutgerinnsel im Hirn qualitativ hochwertig im Bild darstellen. Im Rahmen dieser Untersuchungen wird die Katheterbehandlung durchgeführt.

Speziell für die diesen Eingriff ausgebildet ist im HELIOS Klinikum Uelzen Dr. med. Jörg Larsen. Der 54-Jährige leitet seit Oktober vergangenen Jahres die Abteilung "Radiologie und Neuroradiologie". Er ist Facharzt für Diagnostische Radiologie mit Schwerpunkt Neuroradiologie: "Wir gehen davon aus, dass etwa jeder zehnte Schlaganfallpatient, den wir versorgen, für diese neue Therapie infrage kommt. Lediglich eine Hirnblutung muss ausgeschlossen werden", erklärt der Neuroradiologe. Die besten Ergebnisse sind zu erwarten, wenn die Therapie so früh wie möglich begonnen wird. "Das Zeitfenster beträgt weniger als sechs Stunden - je früher, je besser!" Durch das schnelle Entfernen des Gerinnsels stellen wir beim Schlaganfall-Patienten den nötigen Blutfluss im Hirn wieder her, so lassen sich im besten Fall beispielsweise schwere Behinderungen vermeiden.

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