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750 Jahre Uelzen

Post für alle Bürger und Jubiläumsfilm statt Festakt

Die Hansestadt Uelzen begeht am Sonntag, 13. Dezember, ihren offiziellen 750. Geburtstag.

"Wir können zu diesem besonderen Ereignis leider nicht persönlich zusammenkommen und feiern. Trotzdem und erst recht wollen wir gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern unsere schöne Stadt würdigen", sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt.

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Und hierfür hat sich das Rathaus etwas einfallen lassen: Jubiläumspost in jedem Briefkasten und einen Kurzfilm, der ausgewählte Momente der Geschichte der Hansestadt erklärt, erwartet die Uelzener.

"Wir freuen uns, wenn wir damit Wissenswertes über unsere Heimatstadt mit ein paar schönen Momenten verbinden können ", so Markwardt.

Bürgermeister Jürgen Markwardt möchte die Hansestädter und alle Interessierten mitnehmen auf eine Reise in die bewegte Geschichte Uelzens.  In dem Jubiläumsfilm erzählt er in kurzen Frequenzen über die Ursprünge und vergangenen Schicksalsschläge der Stadt, über die Hanse und über das, was Uelzen heute ausmacht.

"Natürlich können wir nur Ausschnitte präsentieren, aber wir hoffen, einige grundlegende Begebenheiten ausgewählt zu haben“, so Markwardt.

Bürgermeister Jürgen Markwardt (li.) und Filmemacher Karan Pathak. Foto: Hansestadt Uelzen

Das Video, das in Zusammenarbeit mit dem jungen Uelzener Filmemacher Karan Pathak produziert wurde, zeigt viele Bilder der Stadt, darunter auch historische Werke. Der Bürgermeister, der anlassgerecht die traditionelle Amtskette trägt, richtet sich auch direkt an die Bürger:

"Das ganze Jahr 2020 sollte geprägt sein von unserem Jubiläum. Aber die Pandemie wollte es anders. Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich mit Kreativität eingebracht haben."

Das Video ist hier abrufbar

► Die Jubiläumspost wird an alle Haushalte der Hansestadt geschickt. Am kommenden Montag oder Dienstag ist der Brief in den Uelzener Briefkästen zu finden.

Eine Botschaft darin lautet: "Gemeinsam lassen wir uns nicht unterkriegen. Wir arbeiten daran, einige Feste im nächsten Jahr nachzuholen und hoffen, dass bis dahin aus dem solidarischen Miteinander auch wieder ein fröhliches Miteinander werden kann."

Die Hansestadt Uelzen wollte ihren Geburtstag in diesem Jahr mit über 60 Veranstaltungen feiern. Fast sämtliche Vorhaben mussten coronabedingt abgesagt werden. Die Post aus dem Rathaus soll nicht nur an das Jubiläum erinnern, es soll den Menschen zugleich Mut machen in der jetzigen Zeit.

Splitter der Geschichte:

Am 13. Dezember 1270 verlieh Herzog Johann von Braunschweig der "Stat to deme Leowenwolde", dem späteren Uelzen, feierlich die Stadtrechte. Ein Kloster im heutigen Uelzener Ortsteil Oldenstadt, das um 973 gegründet wurde, gilt als Keimzelle der Stadt Uelzen. Um 1250 verließen die Bürger nach einem Streit mit ihrem Landesherrn, dem Bischof zu Verden, jedoch ihre Siedlung.  Unter Anführung von Bernhard Nigebur, später erster Bürgermeister von Uelzen, bauten sie westlich der Ilmenau ihre Häuser wieder auf. Archäologische Erkenntnisse legen nahe, dass die Stadtplaner andere Hansestädte wie Lübeck, Stralsund oder Stockholm als Vorbild vor Augen hatten. Auffällig sind der im wesentlichen erhaltene Stadtgrundriss, die Form bestimmter mittelalterlicher Parzellenzuschnitte oder die Standorte des Rathauses und der St.-Marien-Kirche.

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