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Welche Hausmittel helfen bei Husten, Schnupfen und Co.?

Herbstzeit ist traditionell Erkältungszeit, denn Viren haben bei nasskaltem Wetter Hochsaison.

Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit greifen viele Menschen gerne auf altbewährte Hausmittel zurück. Doch hilft Hühnersuppe wirklich bei Infekten? Kann heiße Milch mit Honig die Stimme zurückholen und sollte man bei Durchfall tatsächlich auf Cola und Salzstangen setzen? Dr. Wolfgang Mönch, Chefarzt der Abteilung für Gastroenterologie am Helios Klinikum Uelzen, stellt die Ratschläge aus der Hausapotheke auf den Prüfstand.

Hilft Hühnersuppe bei Infekten?

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Der Hals kratzt, die Nase läuft und nachts kommt man nicht wirklich zur Ruhe, weil das Atmen schwerfällt. Um Linderung zu schaffen, schwören viele Menschen auf eine selbstgekochte Hühnersuppe. Zu Recht, sagt Dr. Wolfgang Mönch: "Hühnerfleisch enthält viel Zink und Gemüse wie Lauch, Sellerie, Möhren und Zwiebeln liefern dem Körper Vitamin K, Betacarotin und spezielle sekundäre Pflanzenstoffe, die eine entzündungshemmende Wirkung besitzen." Gemeinsam helfen die wertvollen Inhaltsstoffe der Suppe, das Immunsystem zu stärken. Nebenbei nimmt man durch den Verzehr eines Tellers Suppe viel Flüssigkeit zu sich, die das Austrocknen der Schleimhäute verhindert.

"Wer den Teller in die Hand nimmt und das Gesicht über den warmen duftenden Dampf der Suppe hält, kann die Schleimhäute wie beim Inhalieren zusätzlich befeuchten. Das fördert den Abfluss des Sekrets und sorgt dafür, dass man wieder besser durchatmen kann", weiß der Chefarzt.

Beruhigt heiße Milch mit Honig den rauen Hals?

Auf dem Höhepunkt einer Erkältung versagt bei vielen Menschen die Stimme, mehr als ein Krächzen können sie dann nicht mehr hervorbringen. Welchen Rat hat der Experte bei Heiserkeit? "Jetzt ist es wichtig, die Stimme zu schonen und so wenig wie möglich zu sprechen. Auf keinen Fall sollte man flüstern oder sich räuspern, denn das beansprucht und reizt die Stimmlippen zu stark", sagt Dr. Wolfgang Mönch. Stattdessen empfiehlt er, ausreichend zu trinken, damit die Schleimhäute befeuchtet werden. Heiße Milch mit Honig gilt zwar seit Generationen als bewährtes Hausmittel, deren Wirksamkeit ist jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen.

"Kaltgeschleuderter Bienenhonig besitzt eine entzündungshemmende und antibiotische Wirkung. Die Inhaltsstoffe des Honigs werden durch das Erhitzen allerdings zerstört. Deshalb lieber ein bis zwei Teelöffel Honig am Tag pur essen", rät der Chefarzt.

Cola und Salzstangen – Das Mittel der Wahl bei Durchfall?

Auch bei leichten Magen-Darm-Infekten setzen viele Menschen auf ein bewährtes Hausmittel: Wer unter Durchfall leidet, greift häufig zu Cola und Salzstangen, um zum einen den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und zum anderen den Elektrolyte-Speicher wieder aufzufüllen.

"Die Cola-und-Salzstangen-Therapie kann ich nicht empfehlen", sagt Dr. Wolfgang Mönch. "Bei Durchfall wird deutlich mehr Wasser aus dem Körper ins Darminnere abgegeben als sonst. Der hohe Zuckergehalt in Cola-Getränken verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Anstatt den Durchfall also zu bekämpfen, führt man ihm durch Cola wortwörtlich sogar noch neue Nahrung zu."

Sein Tipp: Den Flüssigkeitsverlust besser durch Mineralwasser (idealerweise ohne oder mit wenig Kohlensäure) sowie ungesüßte Kräutertees ausgleichen. Der Verzehr von Salzstangen hingegen sei unbedenklich, allerdings enthielten diese aber vor allem Natrium. "Bei Durchfall benötigt der Körper jedoch Kalium, das zum Beispiel in Bananen steckt", weiß der Chefarzt.

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