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Es muss nicht immer ein Bürgermeister sein

Die Idee entstand auf einer Zugfahrt von München nach Uelzen: Werden Bürger geehrt, dann durch "Hochkarätige". "Warum sollten das nicht Bürger selbst tun?", dachte sich der Uelzener Dieter Morawietz. Und so wurde Lothar Ullrich, Uelzen TV, 2014 eine "Goldene Kamera" verliehen. Nach dieser Premiere erfolgte jetzt eine Neuauflage...

Länge: 29.46 Min.

Der ehemalige Bürgermeister Otto Lukat war es, der eine Urkunde für seine Verdienste für die Stadt Uelzen bekam. "Ich möchte im Namen Bürger dieser Stadt: Danke sagen", so Lothar Ullrich. 2001 wurde Otto Lukat zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt. Zuvor war er als Stadtdirektor tätig - knapp 34 Arbeitsjahre verbinden ihn mit der Stadt Uelzen. "Es hat mich kalt erwischt", sagt er bei der Feierstunde. Denn er hat nicht damit gerechnet, dass auch Wegbegleiter und enge Freunde bei der Ehrung dabei sein werden. Dass die Uelzener stets mit ihm zufrieden gewesen sind, sieht er als etwas übertrieben an, kann er sich doch an diverse Widerstände erinnern. So gab es unter anderem Kritiker und Gegner des geplanten Rathaus-Neubaues. Dabei war die Verwaltung seinerzeit an 13 Standorten im Stadtgebiet verteilt. Es wäre nicht möglich gewesen, eine moderne und leistungsfähige Verwaltung aufzubauen.

"Eigentlich wollte ich über den Wochenmarkt gehen und sagen, dass der wieder an den alten Standort zurückverlegt wird", erinnert Otto Lukat lächelnd an den damaligen Protest. "Oder sagen Sie heute mal der Feuerwehr an den Bartholomäiwiesen, dass sie wieder zurück in die Innenstadt soll." Viele Entscheidungen wurden in seiner Amtszeit bis 2014 getroffen. "Streit ist gut", resümiert Otto Lukat, "aber er sollte nicht hemmen", fügt er hinzu.

Sein Nachfolger Jürgen Markwardt erinnert sich an den 31. Oktober 2014: "Wir standen im Vorraum des Bürgermeisterzimmers und redeten. Auf einmal meinte Otto Lukat: Ich sage dann jetzt Tschüss. Wir haben alle gespürt, dass es sein letzter Gang als Bürgermeister war und hatten Gänsehaut." Sich jetzt - über zwei Jahre später - noch einmal in gemütlicher Runde verabschieden zu können - dafür ist Jürgen Markwardt dankbar. Und auch dafür, dass Otto Lukat Wort gehalten und sich nicht im Rathaus hat blicken lassen. Loslassen - das ist eben nicht immer leicht, doch das ehemalige Stadtoberhaupt hat Größe bewiesen. Er vermisst es nicht, die Verantwortung zu tragen, widmet sich den schönen Dingen des Lebens, ohne hier und da ein Statement abgeben, sich für Entscheidungen rechtfertigen zu müssen.

Schon jetzt steht fest, dass dies nicht die letzte Aktion "Bürger ehrt Bürger" gewesen ist.

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