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Verkehrssicherheitstage an der BBS I in Uelzen

Wenn das Auto Kopf steht

Die bundesweite "Aktion junge Fahrer" hat viele Stationen zu bieten, die den Berufsschülern anschaulich klarmachen, worauf es hinter dem Steuer ankommt, wie und vor allem wie schnell ein kleiner Fehler böse enden kann.

Länge: 10.46 Min.

"Unser Ziel ist Unfall-Prävention", sagt Uwe Kalischefski, Geschäftsführer der Verkehrswacht, die die Aktion zusammen mit dem Landkreis, der AOK, dem ADAC und weiteren Kooperationspartnern durchführt.

Das manche junge Autofahrer eine Auffrischung nötig haben, zeigt sich an der Station von ADAC-Mitarbeiter Felix Lasse Schmidt. Er führt Bremstests durch und klärt die Schüler über Führerschein-Grundlagen wie Brems- und Reaktionsweg auf. "Viele haben überhaupt kein Gefühl für Distanzen", berichtet er.

Bei einigen fehlt zudem die Einstellung

Das eine zu lasche Einstellung gefährlich sein kann, wird den Schülern an anderer Stelle anschaulich klar gemacht. So hat der ADAC etwa ein Crashtest-Auto im Gepäck, dessen Front bis hin zum Fahrersitz völlig zerstört ist. Der passende Film zum Unfallhergang sowie Bilder von schweren Verletzungen gehen den Schülern dann doch sichtlich an die Nieren.

Auch hier das Ziel: Bewusstsein schaffen!

Besonders im Fokus: das Thema Ablenkung. "Der Blick aufs Smartphone ist mittlerweile die häufigste Unfallursache bei jungen Leuten", klärt ADAC-Mitarbeiter Karl-Heinz Pinkpank auf. Nur das schicken einer Nachricht würde bei moderaten Tempo 50 ganze 60 Meter Blindflug bedeuten, warnt er.

Alkohol am Steuer wird ebenfalls anschaulich thematisiert. Mit sogenannten Rauschbrillen von der AOK, die 0,8 sowie 1,3 Promille simulieren, müssen die Schüler zu Fuß einen Parcours bewältigen, eine Haustür aufschließen oder einen Ball auf kurze Distanz in einem Eimer versenken.

Das Ergebnis insbesondere bei den Wurfübungen fällt mager aus.

"Fahren wird in diesem Zustand verdammt schwer", war von einem Schüler augenzwinkernd zu hören.

Am Überschlagsimulator der Verkehrswacht lernen die Schüler nicht nur die richtige Sitzposition und das richtige Anschnallen, sondern auch wie sich effektiv und schnell aus einem auf dem Dach liegenden Auto befreien können. Da wird das ein oder andere Mal auch gekreischt wie in der Achterbahn...

Vielleicht führt dieser Tag bei dem einen oder anderen jungen Fahrer zu einem Umdenken

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